(030) 56 81-43 01

Schädelbasis-Chirurgie - Tumore schnell & effektiv bekämpfen

Wenn man rezidivierende Hörverluste („Hörstürze“) auf einem Ohr, einen Tinnitus und gelegentlich Schwankschwindel verspürt, kann sich dahinter ein gutartiger Tumor am Hör- und Gleichgewichtsnerven verbergen (epidemiologisches Vorkommen in der Normalbevölkerung - 1:1000).

Gutartige Tumoren am Hörnerven (Akustikusneurinome, AN, oder auch Vestibularisschwannome) lassen sich durch Hör- und Gleichgewichtstests sowie eine Kernspintomographie des Schädels (MRT) gut diagnostizieren. 

Nicht alle einseitigen Akustikusneurinome müssen operativ entfernt werden. Entscheidend ist die Größe und Lage des Akustikusneurinoms bei der Diagnosestellung.
Falls dennoch erforderlich, hängt das operative Vorgehen vom Wachstum des Tumors und den Beschwerden des Patienten (z.B. Schwindelanfälle, Gesichtsnervenlähmung) ab. Wenn man operieren muss, wird das Vorgehen von der Lage des Tumors bestimmt (translabyrinthärer, retrosigmoidaler, transtemporaler Zugang). Große Tumoren werden im Team mit den Neurochirurgen entfernt.
Während der OP wird zur Schonung die Funktionsfähigkeit der Hirnnerven mittels intraoperativem, neurophysiologischem Neuromonitoring überwacht. So sollen möglichst alle wichtigen Strukturen funktionell erhalten bleiben. Damit erhöht sich deutlich die Sicherheit für den Patienten.

Akustikusneurinom im MRT-Bild

Im freigelegten inneren Gehörgang wird mit Mikroinstrumenten der kleine gutartige Tumor – das sogenannte Akustikusneurinom – entfernt.

Lage des Akustikusneurinoms (schematisch)